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Heiligabend here I come...

Morgen ist Heiligabend und auf was darf ich mich freuen? Auf die große Bescherung, das gute Essen oder den geschmückten Weihnachtsbaum? Nein... nichts davon..

Dass wir seit Jahren keinen Weihnachtsbaum mehr haben, daran konnte ich mich gewöhnen, auch dass wir kaum Geschenke kriegen, ist meiner Meinung nach okay, da ich eh das Jahr über von meiner Mum reichlich beschenkt werde... Das Wichtigste am Ganzen ist mir das Beisammensein mit der Familie beim gemütlichen Abendessen, doch ist mein Vater tatsächlich auf die geniale Idee gekommen, uns den Abend mit Sauerkraut und Würstchen zu versüßen, da dies eine Tradition sei? Ganz im ernst, auf diese Tradition kann ich sehr gut verzichten! Was denkt er sich denn dabei? Sein Argument: Das hat man damals so gemacht, damit die Mutter nicht so lange in der Küche stehen muss.

Hmm... das mag ja vielleicht ganz nett und achtsam der Mutter gegenüber sein, besonders wenn man als einziger nie beim Kochen mithilft und die anderen schuften lässt, aber vielleicht wäre es doch gerade an Heiligabend eine tollere Idee, einfach mal selbst den Kochlöffel zu schwingen und die Familie zu unterstützen? Auf diese Idee kommt man im Alter natürich nicht mehr, deswegen von mir auch der kleine Hinweis , man könne doch eventuell gemeinsam das Mahl zubereiten.

 

"Och, nö kochen kann ich nicht."

 

Hä, Sinn wo bist du? Das war mir dann so blöd, dass ich nicht mal darauf eingegangen bin, obwohl ich grad bei solchen plumpen und unüberlegten Argumenten mein Mundwerk nicht halten kann.

Mir ist während des Verfassens dieses Textes eingefallen, dass ich ihm noch das Angebot machen könnte, dass er bei Sauerkraut und Würstchen bleibt und wir uns etwas Eigenes kochen. Tja, auf solch' simple Sachen, kommt man immer erst hinterher. Dann kann ich mich morgen doch auf das "Auf-den-letzten-Drücker-Lebensmittel-Chaos-Stau-Shopping" freuen.

Btw es ist 00:06... Ein Frohes Fest wünsche ich allen!

24.12.11 00:07, kommentieren

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Neuanfang

Vorhin habe ich mit den anderen Jenny beim Auszug geholfen. Ein schwerer Abschied (damit meine ich nicht die Kartons die wir mühevoll vom 3. Stock herunter tragen mussten).... nein, denn die liebe Jenny hat mir durch die VWL-Prüfung geholfen... ohne sie hätte ich bestimmt nicht bestanden, auch danke ich ihr dafür, dass sie trotz meiner manchmal etwas... wie soll ich sagen... unruhigen Art trotzdem nie einen Ausraster bekommen hat. ^^ Wenn Corinna und ich zusammen lernen, dann geht es ziemlich unruhig zu, weil wir immer eine Möglichkeit finden, uns abzulenken und Jenny nahm es immer mit Humor. Leider ist es nun sie selbst, die es im Endeffekt nicht geschafft hat (also VWL hat sie locker bestanden, aber chinesisch war ihr Todesurteil).

Natürlich bemitleiden die Meisten sie nun, da sie jetzt woanders anfangen muss zu studieren. Ich meines Teils beneide sie komplett! Ich möchte auch raus von hier! Ich hasse diese Stadt, die Profs und die Uni selbst. Manchmal habe ich das Gefühl, als würde ich hier irgendwann Depressionen bekommen. Ich hatte erst 3 Tage vor den Semesterferien aufgehört zu arbeiten, da ich einfach so wenig Zeit wie möglich damit verschwenden wollte, an die Uni und an diese grauenhafte Stadt zu denken. Das Einzige was mich glücklich stimmt, sind meine Kommilitonen. In meinem ganzen Leben hatte ich es noch nie erlebt, so schnell in eine Gruppe aufgenommen zu werden. Es gibt keine Vorurteile, jeder ist gleich, jeden trifft das gleiche Schicksal hier in dieser Stadt nach Ausgehmöglichkeiten zu suchen (ehe man sich versieht landet man sowieso wieder bei jemandem in der Bude und gammelt vor einer Horror-DVD herum). Ach Herrje ich würde sie wirklich vermissen.

Nichtsdestotrotz ist meine Entscheidung gefallen, mich anderswo zu bewerben und so schnell wie möglich von hier wegzukommen. Ich hoffe es klappt! Ich wünschte die Bewerbungstermine würden jetzt schon starten, damit ich mich endlich zu 100% darum kümmern könnte. Momentan kann ich aber nur warten, warten und warten... weiter hier rumgammeln und mich in Wunschträume wiegen, die die Tage schneller an mir vorbei ziehen lassen.

15.10.11 16:04, kommentieren

Eine schrecklich nette Mitbewohnerin

Meine zukünftige Mitbewohnerin treibt mich zur Weißglut. Noch nicht mal richtig eingezogen, raubt sie mir den letzten Nerv. Ich hab für gewöhnlich keine Vorurteile gegenüber Menschen, die ich noch nicht kenne, nichtsdestotrotz hat sie schon einige Sachen gebracht, wo ich mir einfach nur denke, wie dreist eine Person denn sein kann. Vielleicht war ich zu freundlich, keine Ahnung... aber man kann sich doch nicht an das Eigentum anderer bedienen und sogar verschenken!

Als sie das erste Mal hier war und sich umschaute, bot ich ihr etwas von meinen InstantNoodles an. Schließlich brachte sie Sachen in ihr Zimmer hoch (wir wohnen im 5. Stock und haben leider keinen Fahrstuhl) und saß sichtlich erschöpft in meinem Zimmer und wir unterhielten uns... lernten uns kennen. Ich sagte ihr, dass sie sich von meinen Nudeln etwas nehmen könne, da sie bestimmt Hunger hätte. Auch könne sie ihrer Freundin (ich traf sie zuvor und sie war Fan von der asiatischen Küche) etwas geben, sollte sie hier zu Besuch sein. Sichtlich erfreut machte sie sich ihr Essen warm und machte es sich bei mir gemütlich. Einige Minuten später kam ihr Freund, um sich ihr neues Zimmer anzusehen und ich blieb in meinem Zimmer zurück. Ich hörte die Beiden einige Zeit nicht mehr... bis sie sich in die Küche begab und ich nur noch hörte... wie sie einfach eine Packung von meinen Nudeln aufriss und sie ihrem Freund warm machte. Eine halbe Stunde später waren beide verschwunden. Er war also für ein paar Minuten bei mir in der Wohnung, um meine Nudeln zu fressen und haute dann einfach wieder ab! Wenn er beim Einzug oder sonst was geholfen hätte, stundenlang geschuftet hätte, hätte ich es noch tolerieren können; sie hat ja schließlich noch nichts im Kühlschrank drinnen! Aber wirklich... selbst wenn ich es ihrer Freundin sozusagen „erlaube“ und sie damit assoziiert, sie könne auch ihrem Freund etwas von meinem Essen geben, könnte sie ja vielleicht nochmal fragen, ob das für mich okay wäre, oder? Naja möglicherweise habe ich unrecht.... aber... es gibt noch schlimmere Sachen, die sie sich geleistet hat... und da übertreibe ich nun wirklich nicht!

Eines schönen Morgens kam sie wieder in die Wohnung und wir redeten über die Wohnung. Sie sagte mir, dass sie als erstes mit dem Hausmeister und ihrer Freundin hier war, was ich vorher noch nicht wusste. Darüber hinaus sagte sie noch: „Hach, als wir hier reinkamen, waren wir echt begeistert. Alles ist so ordentlich und meine Freundin war ja auch ganz aus dem Häuschen, weil hier überall asiatische Lebensmittel lagern. Reis, verschiedene Arten von Nudeln... und dann noch der Reiskocher. Sie dachte als erstes, hier würde eine chinesische Austauschstudentin wohnen und sie könne mit ihr chinesisch lernen! Aber... als sie dich dann im Treppenhaus sah, war sie echt enttäuscht!“

Ja danke, dass ich eine Enttäuschung bin! -.-

Später im Badezimmer schlug ich ihr vor, wie man das Regal aufteilen könne. Ich nehme den Platz ganz oben, sie unten und so ein Blah halt. Daraufhin sagte sie dann: „Oh ja stimmt, und in der Mitte können wir ja unsere gemeinsamen Sachen hinstellen und teilen uns Sachen, wie zum Beispiel Ohrenstäbchen und TAMPONS!“ Halloooooo!??!!? Ich teile mir keine Tampons mit dir?????? (das hatte ich natürlich nicht gesagt.... ich hatte sogar genickt -.-)


Und jetzt kommt das Hammermäßigste! Passt auf:


In der Küche hatte ich einen (die Betonung liegt auf HATTE, ihr werdet sehen warum) veralteten Industriestaubsauger stehen, den meine alte Mitbewohnerin mir da gelassen hatte... sozusagen ein Geschenk! Meine neue liebreizende Mitbewohnerin fragte mich, ob sie den Staubsauger nicht ihrer Freundin schenken könne (ja genau der Freundin, die mich als Enttäuschung bezeichnete), weil sie genau so einen Industriestaubsauger brauche; dafür würde sie dann ihren neuen, funktionstüchtigen Staubsauger dorthin stellen. „Klar!“, dachte ich mir... super substituiert! Von wegen! Schon am nächsten Morgen war er nicht mehr da und von ihrem Staubsauger fehlte auch jegliche Spur. Dieses Ereignis ist nun schon 5 Monate her. Seitdem treffe ich sie hier in der Wohnung gar nicht mehr an. Ich hatte ihr bei Facebook geschrieben, wo denn nun ihr Staubsauger ist und sie sagte, der wäre noch bei ihr irgendwo in der Garage! Boah ich raste aus... und immer wenn ich sie auf dem Campus sehe, mag ich sie auch nicht darauf ansprechen. Ich weiß, wie blöde das ist, aber irgendwie mag ich keine Antisympathien in der Kennenlernphase.


Übrigens hatte ich bis vor Kurzem meinen Teelöffel gesucht (ich hab nur 2, da fällt es irgendwann auf, in meinem Falle auch erst sehr spät, dass einer fehlt!). Ich fand ihn noch kurz vor den Semesterferien in ihrem Zimmer, wie er in einem Becher mit abgesetztem Kaffee klebte.

3 Kommentare 7.10.11 20:08, kommentieren